Befunde sind ein Angriffsplan

Ein Schwachstellen-Bericht ist nicht irgendein Datensatz. Er beschreibt genau, wo und wie man Sie angreifen kann. Liegt dieser Bericht in einer fremden Cloud oder geht er durch Systeme, die Sie nicht kontrollieren, haben Sie Ihre Verwundbarkeit aus der Hand gegeben. Ein geleakter Befund ist eine fertige Anleitung.

Wo die Daten liegen, entscheidet das Recht

Für ein Security-Tool zählt nicht nur der Speicherort, sondern die Jurisdiktion. Der US CLOUD Act verpflichtet US-Anbieter zur Datenherausgabe unabhängig davon, wo die Daten gespeichert sind. Die DSGVO erkennt in Artikel 48 eine Behördenanordnung aus einem Drittland nur an, wenn ein internationales Abkommen besteht. Diese Spannung trifft Schwachstellen-Daten und KI-Prompts besonders hart.

EU-JurisdiktionDSGVO Art. 48: Zugriff durch Drittland-Behörden nur über ein internationales Abkommen.
Schwachstellen-Daten
+ KI-Prompts
US CLOUD ActDatenherausgabe durch US-Anbieter, unabhängig vom Speicherort.

Dieselben Daten, zwei Rechtsräume. Bei einem Security-Tool geht es um die sensibelsten Daten überhaupt.

Lieferkette ist ein Sicherheitsrisiko

Sich bei einem einzelnen, oft außereuropäischen Anbieter einzuschließen, ist ein Lieferkettenrisiko. Die EU-Agentur ENISA schätzte die Zahl der Supply-Chain-Angriffe für 2021 auf rund das Vierfache des Vorjahres, etwa die Hälfte davon hochentwickelten Akteuren zugeschrieben. Der SolarWinds-Vorfall (CISA-Notfallanweisung 21-01, Dezember 2020) zeigte, wie ein kompromittierter Zulieferer zum Einfallstor für tausende Organisationen wird.

KI braucht hier besondere Sorgfalt

Wenn KI bei der Analyse hilft, verlassen Informationen über Ihre Schwachstellen den eigenen Bereich. Entscheidend ist deshalb: Verarbeitung über einen Anbieter im eigenen Rechtsraum, Maskierung sensibler Daten vor jeder Anfrage, keine Nutzung Ihrer Daten für Modelltraining und zustandslose Anfragen. Auch der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) betont in seiner Stellungnahme 28/2024 die Sorgfaltspflichten bei der Verarbeitung in KI-Modellen.

Faustregel

Je mehr ein Werkzeug über Ihre Schwächen weiß, desto souveräner muss es sein. Bei einem Security-Tool weiß es am meisten.

Wie Venedy das umsetzt

Venedy läuft auf europäischer Infrastruktur und nutzt einen EU-KI-Anbieter. Secrets werden vor jeder KI-Anfrage maskiert, Ihre Daten fließen nicht ins Modelltraining. Jeder Befund bringt sein vollständiges Protokoll mit. So bleibt die sensibelste Software in Ihrem Haus auch die nachvollziehbarste.

Quellen

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